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Future reloaded!

Wer sind wir und wenn ja wie viele (“Tschüss, Mensch” Inhuman)?
Anstelle der dialektischen Schwarz-weiß Attitüde, ist ein ewigwehrendes Netzwerk getreten. Allumfassende Grautöne: Zwischenträume und Freiräume. KeineR ist mehr allein. Alle sind Wir. Doch führt nicht jeder Höhepunkt, jede Bewegung und Krise fast unweigerlich zu ihrer Gegenbewegung? Was ist unsere Talfahrt zur luftig-leichten Cloud-Community, zur Generation „You name it“? All in, alles möglich. Sind wir schon dabei eine Rezession einzuleiten? Preisen wir schon die Einsamkeit, das nach Innengekehrt sein und die Muße beim Kochen, Sport oder Lesen als individuelle Selbstverwirklichung an?

Vielleicht. Vielleicht auch auf facebook. Auf twitter, instagram und linkedin. –unsere Selbstvermarktung ist Programm. Doch wäre es kein Grauton, wenn nicht auch hier genauso schwarz wie auch weiß zu finden sei. Immerhin streben wir nach vorne und nach Sinn. Kein blumiger, kein machtgetriebener, aber auch kein rein individueller. Wir wollen mehr sein, mehr leben, mehr erfahren. Aber weniger müssen, fordern und selbstzerstören. Doch wer sind wir? Und wie lange noch?

Das imaginäre Wir umschmeichelt alle Farben und Töne der Grauwelt. Keineswegs hübsch aufgereiht nach Altersgruppen und anderen sozio-demographischen Daten, sondern wild gemixt, nur verbunden durch das Netz. Wir lernen Teil davon zu sein und streben doch zum anderen Ende des Knotenpunkts. Suchen Nähe und Abstand in einem. Und finden? Uns. Aufbruch im Umbruch. Stille, aber leise. Keine Revolte, ein Revolution. On- und offline. In-line. Wir bilden ein Uns und viele Ichs. Ein Mit-Ich, ein Möchte-Ich und ein Mir-Ich. Mindestens. Alle tanzen durcheinander und suchen die Zukunft auf der grau-weißen Tanzfläche. Der Bass zur Selbstverwirklichung pocht grau.

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