1, 2, 3.. Startup!

Nordisch by nature?

Wohl eher nicht. Startup Weekend hat seine ersten Stunden leider nicht in der schönen Stadt an der Elbe erlebt, allerdings versammelt sich hier, seit nun mehr drei Kalendern, alle Jahre wieder die Gründerszene – ganz real zu einem Wochenende der gemeinsamen Kreation. 2011 und 2012 in der Hafencity University, nun im Impuls gebendem Szeneviertel Altona. In der Großen Bergstraße 160. Hier findet sich das Büro von Protonet, inzwischen in allen vier Windrichtungen bekannt, alte Freunde und Bekannte. Hamburg ist kleiner als Berlin. Man kennt sich, per Du oder eben nicht. Die weitläufig verkannte, kühle Art, erschließt sich bei näherer Betrachtung als Aufrichtigkeit, Argwohn vielleicht, vor allem aber Loyalität und Qualität. Hanseatisch eben. Ob dies der Stoff sind aus denen hippe Internetunternehmen entstehen? Durchaus! Man muss nicht Entrepreneurship studieren, um zu ahnen, dass Wagemut zwar nötig, ein ruhiger Kopf und ein besonnenes Gemüt allerdings weitaus hilfreicher sind. Trinkfestigkeit kann in manchen Situationen auch nicht Schaden. In diesem Umfeld entstand also drei Jahre zuvor, das erste Hamburger Startup Weekend, mit Lasse Chor als Sillicon Valley Vertreter – inzwischen bekannt als „Kick-Ass“ oder „Rockstar“ Moderator. Mit Biocatereer , Müslienergie und grünem Kaffee. In Norden ist Raum für Alternatives. Sustainability ereilte hier die Schanze, als sie noch BIO oder einfach öko war. Hier werden noch Latschen getragen und Gummistiefel sowie Seglerschuhe als Mode definiert. Doch genug des Seemannsgahns, zentralistischer Aberglaube zur Seite. Stadtkultur ist das eine, Zeitgeist das andere. Wo in Berlin und anderswo, in den Metropolen unserer Zeit, die VCs und Business Angels mit Geldscheinen winken und Startups um Prozente ringen, da überlegt sich der Hamburger seine Startup Idee und wird rasch Teil der festen Community. Das betahaus, der Gründerworkshop, diverse Stammtische und Grillveranstaltungen und eben auch das Startup Weekend. Hier findet man die Nordlichter von Morgen! Nicht von gestern sind jedenfalls die GewinnerInnen der letzten Jahre. Sugarshape und get2play sorgen ständig für Furore. Die Gründerschwestern begeistern mit Köpfchen, geistreichem Unternehmertum und einzigartigen Dessousgrößen – in schickem Design.Und Thomas Rauscher von get2play zog durch alle Lande, als gebürtiger Düsseldorfer, nach Hamburg, Berlin und landete nun für 3 Monate in München im Pro7 Sat.1 Accelerator Programm. Was soll man da sagen, außer rock it!? Vielleicht, dass im vergangenem Jahr noch etwas anderes entstand. Diversität. Nicht nur, dass immer mehr Interessierte aus dem Tech- und Designbereich zum Startup Weekend kamen, besonders die Frauenquote (Femalfounder HH Gruppe) und auch die „Alternativen Gründungsideen“ stiegen. Hierunter verbargen sich Öko-Waschsalonketten, Foodsharing und Biosammelkisten Business Modelle, aber auch online Kunstmarktplätze, Erstehilfe-Apps und Notsignalsender-Schmuck. Alles was Frau begehrt? Falsch. „Social Entreprenuership“ ist keine Geschlechterfrage, es ist eine Einstellung, die nicht erzwungen werden kann und will, die aber besonders in Kombination der 3 Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Soziales und Ökologie) gedeiht. Hamburg ist für mich hierfür und für vieles mehr der optimale Ausgangspunkt. Die vermeintlich ruhige Gründerstadt, im Schatten des großen B’s besinnt sich auf stabile, langfristige Werte und wagt dabei aber beständig den Blick und die Weiterentwicklung in die Zukunft. Das dies nicht nur am Stadtwahrzeichen Fiasko ausgemacht werden kann ist klar. Nordisch by nature ist mehr als eine Modeerscheinung, es ist echt.

Mein Appell daher: Startup Weekend Hamburg 2013 hat die Chance noch mehr zu sein! Zusammenführung der Sparten, Branchen und Netzwerke. Über die Stadt- und Ländergrenzen hinaus. Kunst, Kultur, Umweltbewusstsein und eine gute Portion technologisches Knowhow und Gründergeist (cultureclash). Praktisch, tüftelnd, begeistert, angetrieben von der Idee etwas zu verändern, für sich und andere. Etwas anzufangen, loszutreten, sich selbst zu verwirklichen und einem eigenen Ziel zu folgen. Das könnte das Ticket zum Anfang sein, sicher aber zu 54 Stunden Arbeit und Spaß!

Wir hoffen auf nordische Sonne – mit Wind versteht sich!

Zeit: 31. Mai – 2. Juni. Infos und Tickets bald auf der Homepage!

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