Culture Clash

Viel zu viel Klimt-Bim auf einmal

Wien, the place to be! 4 Tage und der Kopf, das leibliche Wohl und Kunstempfinden ist um 120% gesteigert. Nur die Verarbeitungsprozesse schleichen etwas hinter her. So viel steht fest: Wien überrascht! Nicht nur, dass man WeltenbummlerInnen aus der ganzen Welt wieder trifft, sondern auch von der unvorhersehbaren Mischung der Stadt überrollt wird. Die geballte Kunstladung versus Wirtschaftlichkeit, Trends und Körperkult. High-Society auf 15 cm Absätzen. Startups im Tech-Rausch und dann Künstlerkneipen, Genderdiskurs und Queerbewegung!

Im Leopold Museum hebt Elke Krystufek in „You don’t want to be one of those Picabias you say“ (2009) den Zwiespalt zwischen Toleranz und wirklicher Akzeptanz hervor, dagegen wirkt das kontrovers diskutierte Werk „Vive la France“ von Pierre & Gilles (2006) nahezu banal. In der Kunsthalle wird das Leben und Wirken des trans-sexuellen Leigh Bowery ins Rampenlicht gezerrt. Fragt sich, ob die Show der Zurschaustellung die „Queer-Bewegung“ zur Normalität verhilft? Doch so oder so, Wien denkt anders. Traut sich was. Und provoziert. Gekonnt oder gewollt sei jedem selbst überlassen. Anregung ist in jedem Fall ein erster Schritt zur Diskussion. Die feministische Ansicht wurde von Petra Joy schon kommerziell vertreten. . . Zu guter Letzt das MuMoK, inbegriffen im MQ Combi Ticket – eines von fünf günstigen Angeboten, scheint festgefahren in seinen konzeptionellen Kunstentwürfen. Auch wenn die gezeigten Videodokumentationen der Landscape Art neue Horizonte schufen (in den 1980-90’er) und ein Film über Dan Flavin als „Altmeister“ wertvolle Tipps zum Künstlerleben birgt.

Schade also, dass nicht genug Zeit bleibt das Filmfestival Viennale weiterzuverfolgen oder die kommende Viennale Art Week zu besuchen.

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