Die Nadel im Heuhaufen

..der Kulturwissenschaften

Sommerpause und Regenwolken, doch der vermeintliche, akademische Stillstand der Brückenmonate klart auf. Wo? In Lüneburg. Es tut sich was. Was genau ist noch nicht vollends zu erschließen, aber wie über „mystudy“ – dem Infoserver der Leuphana Universität Lüneburg- zu erfahren gibt es anscheinend schon wieder eine neue, kreative Studenteninitiative vor Ort. Acus, mit dem Projekt „die Nadel“, einer kulturwissenschaftlichen Zeitschrift für studentische Texte und Arbeiten.

Die Homepage und „aktuelle Meldung“ der Fakultät Kulturwissenschaften bleibt in Fragen der OrganisatorInnen und Verantwortlichkeiten jedoch bislang etwas ungenau. Wer wird hier aktiv, unter dem Namen des studentischen Projekts? Die Uni, die Fakultät, der Inkubator oder doch gedankengut? Sicher mangelt es hier noch an Transparenz, doch das Programm klingt gut: handfeste Zeitschrift, viruelle Auflage und Workshop zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Momentan jedoch erst einmal der „Call of papers“. Wer also 2013 in der Zeitschrift dabei sein möchte, krame in der Schublade nach Texten zum Thema „Kritik“ oder haue gekonnt in die Tasten.

Zeichen, Buchstaben und Leerpausen dann hier abgeben.

  3 comments for “Die Nadel im Heuhaufen

  1. Laura Kowalewski
    August 8, 2012 at 8:11 am

    Sicherlich kann man die Transparenz auf der Website bezüglich der Initiativenstruktur bemängeln, jedoch sind in den Ankündigungen und Call for Papers qua mystudy und Kuwi-Listserver immer auch die Projektinitiatoren (das Redaktionsteam) aufgestellt: Es handelt sich um Studierende des Culture, Arts and Media Masterstudiengangs Eva Frey, Fabian Lehmann und Frederik Rettberg. Eine Möglichkeit zum Mitmachen gibt es sicherlich auch, da wie in einer zuvor gesendeten ‚Pressemitteilung‘ auch die Belegung einer offenen SHK-Stelle für dieses Projekt vorgesehen ist. Interessierte sollten sich daher schnell beim acus-Team melden

  2. Lara
    August 8, 2012 at 9:02 am

    Super Info, danke!
    Eine tolle Gruppe und wünschenswert wäre es ja durchaus wenn die StudentInnen von Seiten der Uni oder auch anderen studentischen Initiativen Unterstützung erfahren! Also vielleicht juckt es ja die ein oder andere schon in den Fingern?

  3. Lara
    August 8, 2012 at 9:57 am

    Hier eine mystudy-Nachricht von Daniela Steinert

    Liebe Uni-Redaktion von „dieNadel“,

    als ich Eure Emails gelesen habe, bin ich doch etwas ins Staunen gekommen. Nicht, dass Veröffentlichungen nicht interessant wären, doch die zeitliche Nähe zu der – tatsächlich einzig studentisch initialisierten – Zeitschrift „gedankengut“ fällt doch sehr auf.

    Nun frage ich mich, wie und wo ich Euer Projekt einsortieren soll.
    Das gedankengut-Projekt war bereits lange bekannt (Emails über die Listserver) und einer von Euch war sogar bei gedankengut live dabei (siehe Impressum der gedankengut-Homepage). Gedankengut hat die erste Email – mit dem Aufruf, sich an der gesamten Projektgestaltung zu beteiligen – bereits Anfang November 2011 geschickt.
    Wenn ihr also aus Interesse am Thema und „nur als Studis“ diese Initiative startet, warum habt ihr Euch dann dort nicht eingeklingt und mitgemacht, statt nun eine parallel-Veranstaltung aufzuziehen? Beide Projekte werben nun zukünftig um die Hausarbeiten und Beiträge von Studierenden – eine Situation, die nicht schön, nicht notwendig und ziemlich sinnfrei ist, sowie viel Motivation und Begeisterung der aktiven Studierenden auffressen dürfte.
    Ich frage mich also, weshalb zu diesem Zeitpunkt drei Studierende ein Projekt starten, welches so eben von einer Initiative ins Leben gerufen und umgesetzt wurde, die allen Studierenden offen steht.

    Da wären wir auch schon bei dem zweiten Punkt, den ich sehr merkwürdig finde: Ihr sprecht von einem studentischen Projekt, zugleich aber habt ihr nicht nur ein Corporate Design, einen Bewertungsleitfaden sowie einen Workshop zu Dritt geplant, ohne dabei den Studierenden, von denen ihr die Arbeiten veröffentlichen wollt, die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen.
    Ihr habt auch bereits einen Antrag auf die Bewilligung von Studiengebühren gestellt und offensichtlich bewilligt bekommen – ein Akt, der länger dauert, während ihr mitbekommen habt, wie sich das gedankengut-Projekt entwickelt. Und nicht nur das: Ihr habt nicht nur alleine ein Projekt aufgebaut, sondern dazu auch noch studentische Gelder eingesetzt, um nun studentische Arbeiten unter Eurem Logo und unter Euren drei Namen veröffentlichen zu können.

    Als Email-Lesende, die mit dem studentischen Projekt gedankengut nichts zu tun hat (außer, das Projekt sowie das Ergebnis sehr beachtlich, gut und lesenswert zu finden) finde, das Ganze hat mehr als ein merkwürdiges „Geschmäckle“. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass eine „studentische Initiative“ ins Leben gerufen wird, um ein von der Universität zentral initiiertes Projekt zu starten.

    In jedem Fall aber: Daumen runter für Eure Art und Weise, ein für alle Studierenden offen stehendes und kollektiv gestaltetes Projekt derart zu überfahren!!

    Mit sehr nachdenklichen Grüßen,
    Daniela

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