Hi Pipi-lang-Strumpf..

..ich „wikipedia“ mir die Welt, widde widde wie (www) sie mir gefällt!

Im Land des rosa roten Watteplüschs fiehl eine Seifenblase zu Boden und zerbrach schleimig.

Wieso tuen wir uns so schwer damit aus der Reihe zu fallen, anders zu sein, quer zu schießen- lAUt loszuschreien? Nicht weil’s nötig ist, sondern weil’s Spaß macht. Im Theater, in der Musik, in der bildenden Kunst herrscht dieser Freiraum. Die nötige Distanz um „verRÜCKT“ zu sein. Asozial. Nicht Teil der Gesellschaft. Außerhalb. Als Kritik? Politische Moral? Oder einfach der Kunst wegen. Die heutige „creative class“ sieht das anders. Das Mischwesen eierlegende Wollmilchsau  erhebt sich mit Frappoccino oder Bubble Tea in der Hand gen Wolken empor, zieht an den verknorrten Wurzeln der hierarchischen Konstrukte und schüttelt  nicht nur kraftvoll die Früchte ab, sondern lässt gleichfalls die mächtigen Äste mit hernieder prasseln. Wozu das Ganze, pures Revolutzertum und Stümperei? „Schon wieder falsch“, Zitat: Rafiki In: König der Löwen Teil 1. Weil wir dazu lernen. Wir, der Mensch. Die Gesellschaft, sogar die Kunst. Denn disziplinäre Grenzen gibt es nicht mehr. JedeR kann teilhaben und siehe da, tut es auch. User-Schwärme erobern die Masse, wissen nicht weiter, rennen wie die Lemminge in alle Richtungen und Weltmeere der Bits und Bytes dieser Erde. Wo wir dann am Ende landen? In einer digitalen Revolution, die auf unsere menschlichen Systeme überläuft. Und das tatsächlich mal nicht negativ gemeint. Partizipation, Innovation, Dialog, Transparenz- klingt wie eine Google Werbung, wird aber zur Maxime unserer Generation. Doch dabei soll nicht alles schneller und hektischer werden, sondern „cool“, „hip“ und, wie die älteren Generationen immer noch gerne sagen, „trendy“. Was sich also tatsächlich tut ist ein Prozess hin zum REAL LIFE mit Netz, ohne Stress und Hektik. Off-Kulturen aller Art, in den Metropolen und Kleinstädten gleichmäßig verteilt, bilden Keimzellen der ganz normalen „Szenekultur“: Gruppenkuscheln beim Kochen, Wohnen, Schlafen, Duschen und Party machen. Neu ist: auch die Arbeitswelt wünscht dies. Ein Wir Gefühl der ersten Güte, gerahmte Kinderbilder im Büroeingang. Lebenswelt: Arbeit. Die Leistungsgesellschaft zahlt mit Zeit. Momo hatte Recht. Und zu guter Letzt liegt hier der Schlüssel vergraben, weggeworfen und unter einem grünen Müllberg ins Vergessen geraten. ZEIT, die einzige Ressource in einer Gesellschaft, die schon alles hat, jeden Gedanken schon gedacht haben will und es nichts mehr außerhalb von youtube zu entdecken gibt. ZEIT. Auch heute, oder gerade jetzt, gilt noch: wer Zeit investiert, entscheidet sich für etWAS. Ist dabei, mit SICH selbst. Vom Laien, zum Experten in 5 Klicks. Ganz so einfach ist es eben doch nicht. Wer Zeit investiert wird gut. Egal, ob Autodidakt oder überstudiertes Genie, Zeit und Denken, Praxis und MACHEN, bringt uns weiter. Die ureigene Lebenszeit verwendet  für genau diese Tätigkeit, diese Idee, diese Leidenschaft.. oder einfach nur Arbeit?

Diese Frage muss sich wohl jedeR selbst stellen.  Carmen Losmann stellt sie gleich an alle.

„Der Dokumentarfilm ‚Work Hard, Play Hard‘ von Carmen Losmann hinterfragt die neuen Welten des ‚Human Ressource Management‘ und erzählt, so die Filmemacherin von der ‚Entgrenzung der Arbeit‘, von der Auflösung der getrennten Bereiche Arbeit und Freizeit.“, ARTE.metropolis, gesehen am  21. Juli. 2012.

Transformation der Arbeitswelt in eine Komfort-Zone, heißt es weiter. Dabei ist das Leben selbst doch keine Zuckerwattewelt- abgesehen von den Wiesn, natürlich. Oder der dOCUMENTA (13) vielleicht, auf der die „Tu‘ NICHTS Zone“ als solche Freizeitwiese dienen soll. Kann der heutige Mensch das überhaupt noch, NICHTS tun? Was soll das..? Am Ende bleibt es das Gleiche. Das kleine Mädchen mit der Schildkröte hatte recht. Die furchtbar stinkenden Todesqualmstängel bringen uns nicht weiter. Nur der Hauch einer Idee, einer EIGENEN Idee tut dies. Habe Mut dich deines Verstandes zu bedienen und du wirst frei. Prost! Ein Stück Brot dazu? Dann geht’s vielleicht besser runter.

Das nächste Häppchen heißt dann Schonkost delight und findet sich gleich im Biodiversitätsregal neben Langeweile und Stumpfsinn.

Weil Querdenken keinen roten Faden braucht, einfach einfach doof ist und Pippilotti eben doch lebt, „..in dieser Quelle“, Zitat: Rafiki In: König der Löwen Teil 1.

Die Welt der Seifenblasen lebt von Off-Kultur, nicht Trendsettern, Bodenständigkeit unter der Maskenkunst, Farbe unter Make-Up Schichten, Leben und Begeisterung unter Arbeitsprozessen. Die Kunst des Lebens: durch Zeiteinsatz ein Spezialist werden, für das was einen aus- oder anmacht. Was einen wach hält, zum Farbklecks oder Schokoriegel macht. Zur Außnahme, zum Individuum. Zum Einmal unter Milliarden. Zum Freigeist und Unikat. „Irritation, Ambiguität und Dissonanz“ sind der Nährboden jeder kreativen Entwicklung, stellte das Wissenszentrum Berlin für Sozialforschung fest. Ich hoffe diese Portion hat der Tagesration genüge getan.

Frohes Schaffen!

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