Karneval der Kulturen

… und alles was dazu gehört!

Friede. Freude. Eierkuchen. Vonwegen.
Auch bei aller Multikultiliebe, der ganz normale Wahnsinn bleibt. Krieg, Hass, K.O. Tropfen. Missverständnisse, Politische Meinungsverschiedenheiten, Zeitplanungskonflikte, wenig oder zu viel Toleranz. Egal wo, wann, wer. Stets schwebt das komplexe Irrungen&Wirrungen-Konstrukt über uns, bereit zuzuschlagen, auszubrechen- aus uns selbst! An Ketten legen geht nicht. Stets nimmt das Untier Reiß-aus. UN. Eine so angenehme Vorsilbe, überliefert von den Griechen als Präfix. Gebraucht, um allem Unheil einen Namen zu geben. Kunst ist, wer trotzdem lacht. Nicht zu viel Ernst, forderte schon der interdisziplinär arbeitende Mulitkünstler John Cage. Berlins Straßen verhelfen dieser Forderung hin und wieder zum Leben, Pulsieren, Explodieren. Alles gerät aus den Fugen, verbindet sich neu, integriert bislang getrennte Disziplinen und Akteure. Farbige adoptieren Weiße, Erwachsene tanzen halb nackt wie Kinder zu dröhnender Musik. Ethnologie wird als politisch korrekt verstanden. Mit dabei: viel Verklärung und Augenwischerei, aber auch Provokation. Am Rande tönen doch die Notfall Sirenen, bereit einzugreifen. Dort wo ALLES auf einmal nicht mehr lustig ist. Kulturelle Vereinigung gescheitert, gefeiert oder doch akzeptiert? In jedem Fall ein Erfolg. Bürger Engagement, Generationen übergreifend, ökologisch nachhaltig, Aufgeschlossenheit, Transparenz. Großes Manko aber : fehlender Dialog! Hier die einen, die Party machen, aber auch Politik, ethnologische Erziehung, Musik, Theater, Leben, anders sein, Aus-reizen. Dort die anderen, die unter sich bleiben. Leiden an zu viel Pseudo-Kult und Un-Gleichheit. Mit der Gesamtsituation unglücklich sind. Da hilft kein Cuba libré, Freiheit schmeckt andersARTIG.

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