MASHA QRELLA

Luftigleichte Tiefenmelancholie

„Pop music, sitting perfectly between folk, indie rock, and the huge radio anthems from decades past.“, heißt es auf Masha’s Homepage.

Der gestrige Abend hat das Versprochene gehalten und noch viel mehr geschaffen, eine Welt zum Träumen, Kämpfen und fröhlich Traurig sein. Die gewohnte Hitze, der circa 60 Körper im Lüneburger Asta-Wohnzimmer, die bunten Flidersträuße, die Kerzen und fühlbare Melancholie hat den Abend zu einem ganz besonderen, erwachenden Sommerabend gemacht.
Masha Qrella trat selbstbewusst auf die Bühne, eine Frau mit russischen Wurzeln, offen, aber direkt. „Ist der erste Auftritt unserer Tournee heute, also sagt ruhig immer wenn was schlecht- oder gut- ist!! So wie, lauter oder hör‘ auf zu reden“. Schmunzelnd folgte das Publikum der Aufforderung und begann gleich außer dem Wiegetanzschritt auch Kommentare und immer wieder begeisterten Applaus beizusteuern. Alle zusammen ein musikalischer Klangkörper, ein gemeinsames Musik machen, auch wenn nur Masha und ihre zwei Jungs auf der Bühne waren. Ziehharmonika, Piano, Tamburin und dazu diese unheimlich zarte, klangfeste Stimme mit Gitarre. Großen Dank an das Kulturreferat!! Einen Termin gibt es noch dieses Semester, sehr zu empfehlen.

Dagegen war das „Geheimkonzert“ im Mäxx am Mittwochabend fast etwas langweilig, da alle auf ihren Stühlen festsaßen und kaum die Verbindung zwischen amerikanischem Singer Song Writer Star und Kleinstadt Publikum, was dieser auch gerne betonte, geknüpft werden konnte. Das rosa Licht, die Kameras von RTL, das alles zerrte etwas an der ohnehin schon künstlich eingeschworenen Atmosphäre. Trotzdem zeige Keaton Simons, dass er ein Vollprofi ist und eroberte im Sturm die Herzen aller Damen im Zuschauerraum.

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