“Freitag ist Frei!”, sagt das Sams

Tage wie dieser..

Wochenend Stimmung. Gähnende Leere im Büro, nur noch kurz die Welt retten und dann geht’s los. Frei. Absprung bereit. Aber wohin? In den Urlaub, zur Bollerwagentour oder doch ins kulturelle Wochenende in Lüneburg. Ganz schön was los hier dieser Tage: Konzerte, Theater, Fromme Straßenfest. Und sonst so? Die politischen Nachwehen der Wahl in NRW, und das ganz normale Chaos der Kulturpolitik. “Transparenz” schaffen ist neben “Kulturinfarkt” schon fast zum neuen Unwort des Jahres geworden. Ad absurdum geführt, durch tausend unterschiedliche Meinungen, un- und nötige Interviews und viel Gerede darum herum. Hier noch mehr dazu? Lässt sich nicht vermeiden.
Kultur, Politik, Kulturpolitk. Wer Kunst schaffen will muss leiden. Muss mitdiskutieren, debattieren und letzten Endes überzeugen, um Gelder und Unterstützung zu beantragen. Bislang lagen da aber viel zu oft viele Stolpersteine auf einem mühsamen Weg. Eine Heerschar unzähliger Künstler, Kreativer und Entscheider aller Art nimmt zur Zeit aber Fahrt und den Zeitgeist auf. Der gelbe Passierschein AB, samt Antragformular gehört abgeschafft. Wie? Überall sprießen Stiftungen, Preise, Förderprogramme aus dem Boden, nicht nur in Berlin (s. z.B. Kulturkreis). NRW ist das Vorzeige-Bundesland in Sachen transparentem Kulturschaffen. Jährliche Kulturberichte gehören, nicht wie in der Hauptstadt, erst seit 2012 zur Regel und Kulturentwicklungspläne wurden durch Ruhr 2010 und Essen als Europa Kulturhauptstadt noch und nöcher erprobt. Die Zeichen stehen also auf grün: go! Und wer sich jetzt noch nicht für einen Startup Inkubator, Accelerator oder Wirtschafts-, wahlweise Kulturpreis jeglicher Art entschieden hat, ist selber schuld. Oder auch nicht? Gründung, Kulturschaffen und Ideenreichtum sind zwar hip, aber immer noch keine Garantie auf Erfolg. Ist die Goldgräberstimmung erst einmal verblasst bleiben die ganz normalen Sorgen des..Rechts! Wer hats erfunden? Na, eben nicht alles die Schweizer- auch nicht die Deutschen- aber vielleicht bald die Chinesen oder der Konkurrent vor der Tür, global gesehen natürlich in Polen oder anderswo. Urheberrecht, Patente und co. schmelzen wie Butter in der Sonne, wenn man den Piraten Hype entern lässt. Wem das nützt, oder auch nicht, da ist sich fast niemand sicher. Auch besagte Partei nicht. Mal extrem links, dann rechts, dann ohne Parteiprogramm. Aber vor allem eins: Opposition und dagegen. Na ist doch auch schon mal was. Sollten nur Fragen wie KünsterlerSozialKasse, Selbstständigen Rentenversicherungszwangs und eben auch die Lösung des modernen Medienumgangs geklärt werden.
Eins steht fest, es tut sich was. Nicht nur hier und da, in allen Branchen. Web 2.0 fristet sein Dasein bei Studi.VZ und alle anderen machen weiter und gestalten aktiven Medien-Macht-Politik-Diskurs. Mal gucken was so kommt. Ich wär für Pippi-lang-strumpf Partei. Melde mich freiwillig für Party, Spaß und ab und zu ein bisschen Kunst zum mitnehmen, bitte.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

vier × zwei =