Pariser Surrealismus in Berlin

Die Ästhetik der Serie

Mit offenen Augen durch die Straßen, ohne Karte, ohne Plan, ohne Ziel. Das System: treiben lassen. In Berlin ist das einfach bzw. fast schon wieder schwer, denn wie dem monomentalen Sog des Brandenburger Tors entziehen, wie sich nicht unter den Linden auf den Spuren der Geschichte verlieren? Los laufen. Sonne scheint, Touristen fotografieren, französische Musik, Souvenirs made in China locken. Also weg hier. „Zuschade für die Tonne“ verkündet das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Surrealismus durchströmt die Räume des Dalì Museums in Mitte, dicht gefolgt von John Cages wirren interdisziplinärem Treiben in der Akademie der Künste. Das Haus der Kulturen der Welt platz aus allen Nähten, doch Ruhe findet man in der Chillout Lounge der Stadtlesen Bibliothek vor der juristischen Fakultät. Die Innovationswerkstatt Salzburg reist  als Unesco Projekt durch ganz Europa, bietet Schmöckerlektüre und neuste Werke an, um den Menschen das Lesen wieder näher zu bringen. Kurze Pause, 500 Seiten mehr in der Tasche. Auf der anderen Straßenseite ist ein used books Flohmarkt, 1 Euro, 2 Euro. Dahinter die Humboldt Universität. Wissen, Sturm und Drang,  Bio Mensa. Laute Hektik, gutes Essen, mit grünem Baum Logo. Berlin isst Bio. Language Revolution in der Kleinen Humboldt Galerie. Studenten engagieren sich. What’s next? Museums Inseln. Richter. Alte Meister. Viele Audioguides. Tausend Sprachen, tausend Kulturen. Weiter in die Hackeschen Höfe. LUMAS neben TUKADU. Bunt, kreativ, Design. Kunst und Ökonomie. Aufgereihte Perlenkette. Rum rum auf dem Alexanderplatz. Sonne scheint immer noch. Immer der Nase nach zum Prenzlauer Berg. Die Straßen werden noch größer. Links und rechts Bäume und dazwischen Zwischenräume. Volkshochschule, Volksbühne, Kinderwagen, Soho House. Straßenbahn, S-Bahn, U-Bahn.

Club Office Teil I.

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