1. Mai oder was?

Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde

 

So heißt der 1. Mai etwas umständlich in Nordrhein-Westfalen. Erklärt aber warum der Tag eine besondere Bedeutung hat und deutschlandweit seit 1919 zum gesetzlichen Feiertag ernannt wurde. Was wir da genau feiern ist kaum jemanden bewusst, reicht doch, dass der Mai als Wonne-, Liebes- , Blumen- und Frühlingsmonat bekannt ist. Auf jeden Fall ein Grund zu feiern! „Tanz in den Mai“ Rituale haben auch sicher eher heidnischen Ursprung und unterstanden schon jeher der Ausgelassenheit nach dem Winter. Heute auch gerne Tauf-, Konfirmations- oder  Hochzeitspartys. Doch dahinter steckt tatsächlich noch mehr..

Der Tag der Arbeit wurde am 1.Mai 1886  von der nordamerikanische Arbeiterbewegung, die zu einem Generalstreik gegen die Durchsetzung des Achtstundentags aufriefen, wortwörtlich ins Leben gerufen. Die Arbeiterklasse entwickelte allmählich ein Wir-Bewusstsein, lehnte sich gegen die Betriebsleitungen auf, forderte höhere Gehälter, bessere Arbeitsbedingungen und Vieles mehr. Ob oder was sich bis heute verbessert hat wird klassischerweise am 1. Mai auf Demonstration und Versammlungen diskutiert. Der Protest hält weiterhin an. Leider kippt dieser immer wieder in Gewalt und Ausschreitungen um. Den Spieß von friedlich zu aggressiv drehte August Spies, ebenfalls am 1. Mai  1886, um, als er eine Rede auf dem Haymarket in Chicago hielt. Streik und rohe Gewalt wurden eins. Bis heute. In Hamburg bereitet sich die Sternschanze in diesen Stunden erneut auf brennende Autos und Kravalle vor. Nach Berlin pilgern autonome Linke. Wem das irgendwas nützt ist mehr als fraglich. Protest ja, Gewalt nein. Dieser Ansatz scheint nur schwer vereinbar zu sein. Aber nein. In den meisten Städten finden am 1. Mai bunte Familien-, Arbeiter- und Migrantenfeste statt, die zum Zusammenhalt, Toleranz und politischen Aktionen aufrufen, friedlich!

Auch in Lüneburg finden zahlreiche Tanzpartys und Grillabende satt. Bei dem tollen Wetter: Ab in den Kurpark zum Picknick, zur Fahrradtour entlang der Elbe oder beim Umzug helfen. Der 1. Mai ist nämlich auch als „moving day“ bekannt, häufig genutzt für Berufsstart oder Wohnungswechsel. Viel Glück dabei!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

17 − 10 =