Kulturmanagement..

was heißt das heute? Spricht man nicht schon vom Post-Kulturmanagment? Die Suche nach  Studienprofilen lässt zig unterschiedliche Definitionen aus dem Boden sprießen. Hier  kein Versuch, aber ein Gedankengang.

Blog: kulturmanagment.net, Kollektive, Kooperationen, Co-Working. Zusammen, trans- interdisziplinär,überRegional, Vernetzt, Netzwerke, Strategische Entwicklung: Gesteigerte Nachfrage, Preisstrategien,Marketing, Wirkung, Politik, Finanzierung. Qual der Wahl. Zentren: Berlin, Hamburg, Rhein –Ruhr,Stuttgart, München, Frankfurt, Karlsruhe.. dazwischen Zwischenräume. Luftleerer Raum? Was macht die Fläche, geht uns Kultur alle an? Szene, Pop, Hochkultur, Musik, Ausdruck, Tanz,Theater, Avantgarde. Experiment in Zeit&Raum. Expertise, Traum, Ökonomie. Erfolg. Beuys: JederMensch ein Künstler. Punkt. Kein Appell, kein Ausruf. Kultur muss nicht bitten, sie bietet.

Das was der Entrepreneur sucht: ökonomischen Erfolg, was der Philosoph erforscht: soziale Motive/ Sinnund was der Künstler schließlich entwirft: wahrhaftige Wirklichkeit. Jede Disziplin kann Neues schaffen, jede sich weiterentwickeln,  der Gesellschaft helfen. Doch Kunst und Kultur schafft aktiven Freiraum, eine Narrenkappe, Tarnung, die oft als Fantast verkannt wird.

Hier liegt jedoch der Spielraum, nach Schiller, um unser Wissen, Können,  Forschen, aber auch unsere Emotionen, Fiktionen und Begeisterungen in einem Akt der Verschmelzung zu erproben. Ein schmaler Grad zwischen „Leben ist Kunst“ und „l’art pour l’art“. Totale Aufhebung aller Grenzen und absolute Autonomie der Kunst. Doch Kunst ist nicht gleich Kultur, die Kultur allerdings eine Kunst.  Kultur ist ein weiter Begriff, politisch höchst sensible. Wo fängt die Förderung an, wo hört sie auf? Was darf, sollte, muss unterstützt werden.

Engagement, Interesse, Lebensenergie, Esprit. Eine Aura 2.0 Definition muss her, vielleicht sogar 3.0. Das Erhabene, Kulturindustrie, Kunst hier, Wirtschaft da- das geht längst nicht mehr in einer Welt des ständigen Austauschs. Struktur, System, Zerfall. Nichts ist beständiger als der Wandel. Natürliche Selektion. Kunst ist nicht mehr Fokus der höchsten gesellschaftlichen Bildung. Disziplinäre Nähe zur Angewandten Kunst,Design, aber auch Ökonomie, Soziologie und Philosophie lassen sich nicht nur in Studienschwerpunkten, sondern auch weltweit in Museen der zeitgenössischen und Modernen Kunst wiederfinden. Das MACBA in Barcelona nennt als sein Leitmotiv: die Sinne. Nicht mehr nur das „sehende Auge“, nicht das rein geschulte Visuelle. Sondern den Raum, die Dimensionen, die Tiefe, das Akustische. Das Kunstwerk erschaffen durch aktive Rezeption des Publikums (nicht mal mehr nur des Reziepenten). Verbalisierung, Sozialisierung, sinnliche Erschaffung. Wie soll dies nur als „Kunstkenner“ möglich sein? Naivität, Toleranz, Aufgeschlossenheit, der Wille den roten Faden zu finden, auch wenn es keinen gibt. Verbinden, Logik, Gefühl. Welcome back to the old masters: Aristoteles, Schiller, Adorno, Weber. What is coming next? The death of the arts is already over, so why are all the clerics so afraid of loosing the values of art? Enrichment through combination. Kulturmanagment sagt sich so schön, lässt sich aber dennoch nicht greifen. Ist die Disziplin überhaupt lehr- bzw. lernbar? Oder reden wir hier von einer Attitude. Vom „artistical entrepreneur“, dessen Unternehmergeist im Anderssein liegt. Im Quer-Denken und vereinen. Im beraten und optimieren. Im schaffen, verantworten, kreieren und erfinden. Vielleicht im Sein und nicht nur im Denken.

Falls doch einer Tipps und Rankings sucht, hier eine kleine Auswahl:

Gute Nacht!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

fünf − vier =